Gebäudeschadstoffe

Schadstoffe in Gebäuden

Gebäudeschadstoffe sind gesundheits- und umweltschädliche Substanzen in Baumaterialien, die ein krebserzeugendes, erbgut- und/oder fortpflanzungsschädigendes Potential aufweisen. Zu den klassischen und bekanntesten Gebäudeschadstoffen zählen Asbest, „alte“ künstliche Mineralfasern, organische Verbindungen aus den Gruppen der PCBs und PAKs, sowie Holzschutzmittel und Schwermetalle. Besonders in Gebäuden der 1950er bis 1990er Jahren treten häufig Belastungen auf, die meist auf den ersten Blick nicht erkenn- oder wahrnehmbar sind.

Lassen Sie sich vor Rückbau-, Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen sowie auch dem Erwerb einer Immobilie gerne von uns, zu diesem Thema beraten.

Der (Teil-) Rückbau oder die Sanierung einer Industrieanlage, eines Gewerbegebäudes oder Wohnhauses steht bevor? Vor Umsetzung der Baumaßnahmen hilft Ihnen eine orientierende Untersuchung dabei Schadstoffe in der Bausubstanz frühzeitig zu erkennen, entsprechende Maßnahmen bzgl. Arbeitsschutz und Entsorgung einzuleiten und somit Kosten einzusparen.

Wir erkunden für Sie die Bausubstanz und bearbeiten sämtliche Fragestellungen rund um die Themen Rückbau, Sanierung und Entsorgung in Bezug auf Gebäudeschadstoffe:

  • Identifizierung & Risikobewertung von Schadstoffen
  • Gebäudebegehung und technische Erkundung
  • Fachgerechte Probenahme von Bau-/ Schadstoffen
  • Dokumentation der Bausubstanz
  • Evaluierung von Laboranalytik und Materialien
  • Erstellung eines Schadstoffkatasters
  • Erstellen von Rückbau-, Entsorgungs-, Sanierungskonzepten
  • Massenaufstellung und Kostenabschätzung
  • Erstellen von Ausschreibungsunterlagen
  • Gutachterliche Rückbaubegleitung und Kontrollmessungen

Unsere Kompetenz im Bereich Vorbereitung und Ausführung gemäß HOAI Leistungsphasen (LP)

LP 2 – 4

Risikobewertung im Zuge der Bedarfsplanung

  • Sichten und Auswerten der Ist-Situation über Bestandsunterlagen und Pläne
  • Ermittlung Baubestand & Nutzungsgeschichte des Gebäudes
  • Identifizierung von Schadstoffverdachtsmomenten mit Hinweisen zu Personen- & Kostenrisiken

Technische Erkundung

  • Aufstellen eines Untersuchungsprogramms mit Probenahmeplan
  • Probenahme von Bau-/ Schadstoffen mit Dokumentation der Bausubstanz
  • Prüfung & Evaluierung von Laborergebnisse, Wertung der Erkundung

Gutachterliche Dokumentation

  • Aufstellen eines Schadstoffkatasters
  • Aufstellen eines Rückbau-/ Entsorgungskonzeptes
  • Überschlägige Mengen- & Kostenschätzung

LP 5
Erstellung eines Sanierungskonzeptes und Arbeitsabläufe
Festlegen von Messungen zu Erfolgskontrollen und Abnahmen
Planen der Langzeitüberwachung bei Sanierung im Bestand & Sicherungsmaßnahmen

LP 6
Arten- & Mengenermittlung anfallender schadstoffhaltiger Materialien und Rückbauabfälle
Aufstellen von Leistungsbeschreibung- & Verzeichnis
Aufstellen zusätzlicher, technischer Vertragsbedingungen

LP 7
Prüfen, Vergleichen & Werten von Ausschreibungsunterlagen
Mitwirken bei technischen Aufklärungsgesprächen mit Bietern
Mitwirken beim Vergabevorschlag & der Auftragserteilung

LP 8
Überwachen & Koordinieren der Ausführung von Sanierungs- & Entsorgungsleistungen
Dokumentation des Bauablaufs
Erfolgskontrollen der Sanierungsmaßnahmen

Raumluftqualität und Hygiene

Sie benötigen eine Untersuchung der Innenraumbelastung durch Schadstoffe in der Bausubstanz oder direkte Begleitmessungen am Körper? Wir bieten mehr als nur die Probenahme und Auswertung auf Asbestfasern. Gemäß Vorgaben nach VDI 3492 und VDI 4300 überprüfen wir für Sie die Qualität der Raumlufthygiene sowie Grenzwerteinhaltung auf:

  • Asbest– und Mineralfasern (WHO-Fasern), z.B. nach einer Asbestsanierung
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), z.B. aus teerhaltigen Parkettkleber oder Teerkorkdämmungen
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB), z.B. aus Anstrichen von Wilhelmi-Platten oder Fugen-Verfüll Massen zwischen Beton-Fertigteilen
  • Lindan, Pentachlorphenole (PCP), Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT), z.B. aus Holzschutzmitteln von Fachwerk und Dachstühlen
  • Formaldehyd & Folgeprodukte, z.B. aus Bindemitteln in Holzspanplatten von Fertighäusern
  • Volatile, organische Verbindungen (VOC), z. B. aus Farben, Lacken, Bodenbelägen/-beschichtungen, Reinigungs-, Lösemitteln, Möbeln, Klebstoffen
  • Schwermetalle wie z.B. Quecksilber, Blei, Arsen, z.B. aus Anstrichen/Lacken oder technischen Geräten
  • Dioxine, z.B. nach einem Brandereignis
  • Schimmelpilz/ -sporen & Fäkalkeime, z.B. nach einem Abwasser- oder Wasserschaden

Qualifikation

Neben einschlägiger, fachkundlicher Berufserfahrung, nach über 10 Jahren Tätigkeit auf dem Gebiet der Gebäudeschadstoffe und Raumlufthygiene, besitzen unsere Mitarbeiter-/innen die Sachkundenachweise nach:

  • DGUV-R 101-004/ BGR 128 (Arbeiten bei Gebäudeschadstoff- und Brandschadensanierung)
  • TRGS 519 (Asbest– Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten)
  • TRGS 521 (Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineralwolle)
  • Schimmelpilzschäden in Innenräumen

Lehrgänge, Fortbildungen & Workshops für die Schwerpunkte:

  • Gebäudeschadstoffe: Erkennen – Bewerten – Handeln
  • Erstellung von Schadstoffkatastern
  • BGB & VOB konforme Ausschreibungen
  • Prüfung von Brandschutzklappen aus asbesthaltigen Bauteilen

Ansprechpartner

Thomas Günther-Fellner
Dr. rer. nat.
Gutachter für Gebäudeschadstoffe & Raumlufthygiene

Mobil +49 (0) 176 31298346
thomas.fellner@geopro.de